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Überzogene Vorstellungen

Ulrich Ammon verrät im Deutschlandradio Kultur, daß jeder vierte deutsche Wissenschaftler internationale Konferenzen meidet, weil er zu schlecht Englisch spricht, und bei einer Stichprobe von 70 Wissenschaftlern außerdem jeder Dritte angab, gar nicht erst zu publizieren, wenn Englisch die Bedingung sei.

Bei dem „vielschichtigen“ Problem sei einer der Gründe die „überzogene Sprachrichtigkeitsvorstellungen“ der Angelsachsen, die ein idiomatisches Englisch verlangen würden, was von Nicht-Muttersprachlern nur schwer erreicht werden könne.

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Bei „überzogenen Vorstellungen“ fallen mir allerdings zu allererst die zahllosen deutschen Kunden ein, die mir in den letzten Jahrzehnten bis auf den Buchstaben genau vorgeschrieben haben, wie und nicht anders ein deutscher Text im Englischen wiederzugeben war – ohne Rücksicht auf idiomatische Ausdrucksweise.

Wäre das vielleicht nicht passiert, wenn ich es mit Wissenschaftlern zu tun gehabt hätte?

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